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Text und Webdesign:
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Milliarden
von Dollar werden aufgewendet, um fremde Intelligenzen im Weltall aufzuspüren.
Verschwindend geringe Summen benutzt die Menschheit, um die Artenvielfalt
der Erde zu erforschen und zu erhalten. |
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Der
berühmt-berüchtigte und noch dazu englische Kaperkapitain Sir Walter
Raleigh berichtete schon 1596 von der merkwürdigen Volksgruppe der Tivitivas
oder auch Guaraos an der Nordostküste Venezuelas. Er wunderte sich
über ihre Gewohnheit, ihre Behausungen in Baumkronen zu errichten.
Vielleicht wäre er bei ihnen geblieben und auf die Bäume gegangen,
hätte er sein späteres Schiksal erahnt: auf seinen waghalsigen Entdeckungsfahrten
zu den Quellen des Orinoko auf der Suche nach dem Goldland (El Dorado) verlor
er neben seinem Sohn auch fast seine gesamte Besatzung und fristete
20 Jahre im Tower als Gefangener der
englischen Königin. Die neben stehende Darstellung der Trivitivas stammt von Theodor de Bry (1612). |
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Venezuela, dieses Land löst unterschiedliche Assoziationen aus: zwar ist das Land kein Geheimtip mehr, aber es ist noch weit davon entfernt ein Modereiseland zu sein. Die einen verbinden mit ihm den typischen Karibikpauschalurlaub: zwei Wochen lang bierdunstgeschwängertes Herumlungern an menschenleeren, dafür mit Kokospalmen übervölkerten Stränden auf der Isla Magarita. Die anderen denken an die letzten Abenteuer der Zivilisation: sie steigen wohlorganisiert in die Gummistiefel, kämpfen sich durch die vermeintlich grüne Hölle des Dschungels oder preschen in Motorbooten durch Mangrovensümpfe auf der Suche nach ... , ja nach was eigentlich? Was Venezuela auch immer sein mag ("tierra de gracia", wie es Kolumbus bezeichnete - frei übersetzt mit "Land der Erlösung" - oder das ehemals reichste südamerikanisches Land, nun auf dem Weg ins soziale und wirtschaftliche Chaos, gebeutelt von Naturkatastrophen und Korruption), in jedem Fall verdient es das Interesse einer breiten Öffentlichkeit. Trotz oder gerade aufgrund der aktuellen, politisch unsicheren Situation sollten die Bemühungen seiner Bevölkerung um Schutz und nachhaltige Nutzung ihres Naturerbes aus vollen Kräften unterstützt werden. Genau dies ist die Absicht der Europäisch-Karibischen-Gesellschaft und der Fundación Thomas Merle in Venezuela. Durch die Einrichtung eines Naturlehrpfades in einem verbliebenen Rest des Küstennebelwaldes auf der Halbinsel Paria, nahe der Stadt Carúpano, sollen Reisende und lokale Bevölkerung auf den besonderen Wert ihres Waldes aufmerksam gemacht werden. |
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Eine allgemeine Beschreibung des Waldes und des geplanten Naturlehrpfades findet sich auf der EKG - Seite über Paria ! |
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| Das Refugio (Schutzhütte) der Fundación Thomas Merle war mehrere Wochen lang unser Zuhause während der Arbeiten in La Cerbatana. Es bot uns alle erdenklichen Annehmlichkeiten: Hängematten, Strom, Skorpione, einen von Pedro selbstgebauten Pflanzentrockner zum Trocknen von nassen Socken, eine Banananpflanzung hinterm Haus und vieles mehr. | ||||||||||||||
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A. Hostert, T. Otto und C. Hauf (Foto rechts, von links nach rechts) bestimmen die Koordinaten der Längen- und Breitengrade mit Hilfe eines Global Positioning System (GPS). Der Trimble Explorer empfängt mit Hilfe einer Antenne Satellitensignale und ermittelt die absolute geographische Position auf den Meter genau. |
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Im Folgenden werden die einzelnen Stationen des geplanten Lehrpfades mit Bildern und kurzen Beschreibungen auf eigenen Webseiten vorgestellt !
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Beide Laubfrösche sind nur wenige Zentimeter groß. Der Frosch auf dem rechten Bild sondert eine orangefarbene, wahrscheinlich giftige Flüssigkeit ab, wenn er in Bedrängnis kommt. Sitzt er auf dem Boden im Laub, ist er durch seine Tarntracht kaum zu erkennen. |
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Neben Fröschen interessierten uns auch Eidechsen. Die Anolis-Art auf dem linken Foto wartet noch auf die korrekte Bestimmung. Ebenso die salamanderartige Eidechse rechts, die nur wenige Zentimeter lang war. |
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Am
vorletzten Tag fanden wir (oder vielmehr der Hund von Sr. Sixto) ein Exemplar
der wohl gefährlichsten Schlange der Region: die Lanzenotter Bothrops
atrox. |
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Die hübsche Schlange, die uns V. Banning hier präsentiert, ist Gott sei Dank vollkommen harmlos - zumindest für uns Menschen. Sie gehört zur Gattung Chironius (wahrscheinlich Chironius carinatus, deutscher Name Sipo). Diese schlängelnde Schönheit ist tagaktiv und lebt von Fröschen, Vögeln und kleinen Säugern, die sie am Boden oder auch im Astwerk erbeutet. Bei Gefahr reagiert sie sehr aggressiv und attakiert auch größere Angreifer. Foto rechts oben: C. Hauf |
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Das Wohn-, Arbeits- und Schlafzimmer des Refugio wurde nicht nur von uns bewohnt. Häufig bekamen wir Gäste, wie zierliche Küchenschaben (Foto oben rechts: C. Hauf)). Gegen die Schmerzen eines Skorpionsstiches half nur das freundliche Eingreifen von Señor Sixto, der an Cordelia Hauf seine Künste als Heiler bewies. |
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Literaturauswahl:Information über Paria und auch die Fundación Thomas Merle:
Zur Biologie Venezuelas (nur eine beschränkte Auswahl):
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Wir danken ...
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