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Text und Webdesign: S.
Engwald |
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Am Gipfelstein von La Cerbatana stellten wir die Antenne des GPS-Gerätes auf. Freie Sicht herrscht selten, schon Mittags behindert Nebel den Blick auf das Tal. Die Bäumchen zu beiden Seiten des oberen Bildes gehören zur Gattung Myrsine und sind charakteristisch für die Gipfelvegetation. |
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Auf dem Gipfel des Cerbatana-Berges ändert sich die Pflanzenwelt schlagartig. Hier auf 1060 m über dem Meer (GPS-Messung: 10°37'29,65'' nördliche Breite, N 63°10''17,46''westliche Länge) wird aus dem Nebelwald eine Strauchvegetation mit kleineren Bäumen (siehe Fotos oben). Der charakteristische Baum dieser Zone ist eine Myrsine-Art (Familie der Myristicaceae), der typisch für offene, exponierte Stellen ist. Eine weitere neue Baumart ist Vismia baccifera ssp. dealbata aus der Familie der Clusiaceae, eine Familie, zu der auch unserer heimisches Johanniskraut gehört. Dieser kleine Baum besitzt orangenen Milchsaft und die Unterseite der Blätter ist auffällig rötlich braun gefärbt. Auf wenn die Pflanzen auf dem Gipfel nicht sehr spektakulär erscheinen,
fanden wir einige ungewöhnliche Vertreter. Auf den Bäumchen aufsitzend
und dort nur im feuchten Mosspolstern zu finden, versteckt sich Utricularia
buntingiana (Fam. der Wasserschlauchgewächse - Lentibulariaceae).
Sie fällt eigentlich nur auf, wenn sie blüht (siehe Foto unten).
So winzig sie ist - so gefährlich kann sie für kleine Insekten sein,
die in den Moospolstern leben. Mit zu Fangapparaten umgebildeten Wurzeln erbeutet
sie zum Beispiel kleine Springschwänze, die sie mit Hilfe von Enzymen
verdaut. Eine echte fleischfressende Pflanze! |
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Die fleischfressende Pflanze Utricularia buntingiana fällt hauptsächlich durch ihre Blüte auf (linkes Foto von Bruno Manara aus dem Buch Paria - En el tiempo y en el corazón). Rechts sieht man die Speicherknollen der Pflanze, die größere Blätter ausbildet, wenn sie nicht blüht. |
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Auch die nebenstehende Kletterpflanze ist ein Bewohner der Gipfelregion. Die Mandevilla sp. gehört der Familie der Hundsgiftgewächse an (Apocynaceae). Der Milchsaft dieser Familie ist in der Regel sehr giftig. Foto: Cordelia Hauf | ||||||||||||